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So sehen Sie das Natur-Schauspiel

wochentlich.deBy wochentlich.de24 März 2025Keine Kommentare4 Mins Read
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Spektakel am Himmel

Partielle Sonnenfinsternis am 29. März erwartet

24.03.2025 – 13:02 UhrLesedauer: 3 Min.

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Ereignis: Eine partielle Sonnenfinsternis ist zwischen Wolken am Himmel über der Region Hannover zu sehen. (Quelle: Julian Stratenschulte/dpa)

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Am 29. März sorgt der Mond für ein kosmisches Schauspiel, indem er teils die Sonne verdeckt, eine sogenannte partielle Sonnenfinsternis entsteht. Experten warnen eindringlich vor ungeschütztem Blick in die Sonne.

Wie ein angebissener Keks – so sieht die Sonne am 29. März an vielen Orten aus. Dann verdeckt der Mond einen Teil des Sterns. Experten sprechen von einer partiellen Sonnenfinsternis. Wieso das passiert, wo die Abdeckung am größten ist und was beim Blick in den Himmel zu beachten ist.

Der Mond kreist um die Erde, die Erde wiederum um die Sonne. Wenn alle drei auf einer Linie liegen und der Mond dabei zwischen Sonne und Erde steckt, verdeckt er von uns aus gesehen den Blick zur Sonne. Bei manchen Sonnenfinsternissen scheint die Sonne komplett verschwunden. Dann spricht man von einer totalen Sonnenfinsternis. Am 29. März wird der Mond jedoch nur einen Teil der Sonne verdecken.

Nein. Je nach Region ist ein verschieden großer Teil der Sonne verdeckt. „Um die Finsternis zu sehen, müssen Sie im Schatten des Mondes sein“, erklärt Carolin Liefke vom Haus der Astronomie in Heidelberg. Dieses Mal gibt es keinen Ort auf der Erde, wo sich die Sonne komplett verfinstert. Sichtbar ist die Finsternis in Europa inklusive Grönland, im äußersten Nordwesten Afrikas und Neufundland. Am größten wird die Verdeckung über Grönland sein. „Dort wird nur eine schmale Sichel übrig bleiben“, sagt Liefke.

In Deutschland ist ein viel kleinerer Teil verdeckt. Je weiter man sich im Westen und je weiter im Norden befindet, desto mehr, so Liefke. Die größte Abdeckung mit etwa 22 Prozent habe man in der Region Weser-Ems, Sylt, Schleswig und Flensburg. In der Region München oder in Regensburg sind es dagegen gerade mal um die zehn Prozent.

Ein Mann trägt eine Spezialbrille: Schützen Sie Ihre Augen, wenn Sie die partielle Sonnenfinsternis beobachten möchten.Vergrößern des Bildes
Ein Mann trägt eine Spezialbrille: Schützen Sie Ihre Augen, wenn Sie die partielle Sonnenfinsternis beobachten möchten. (Quelle: Frank Augstein/dpa)

Auch das hängt vom Standort ab. Maximal bedeckt ist die Sonne in Deutschland etwa zwischen 12.08 Uhr in Freiburg und 12.21 Uhr in Rostock und Stralsund, sagt Carolin Liefke. Los mit der Verfinsterung geht es jeweils 45 Minuten früher. 45 Minuten später ist das Schauspiel dann jeweils zu Ende.

Astronomen und Mediziner warnen davor, ohne Schutz in die Sonne zu blicken. Schon gar nicht mit einem Fernglas oder Teleskop. Sekunden reichten, um die Netzhaut zu schädigen. Man sollte nur mit speziellen „Sofi“-Brillen in die Sonne schauen, die man zum Beispiel bei Optikern bekommen kann. Normale Sonnenbrillen, berußte Gläser, geschwärzte Filme, Solarienbrillen oder Verpackungsfolien reichen nicht aus. Viele Sternwarten und Planetarien stellen am 29. März professionelle Beobachtungsgeräte bereit. Hier kann man nach Veranstaltungen in der Nähe suchen: https://astronomietag.de/veranstaltungen-suchen/.

  • Lesen Sie auch: So entsteht eine Sonnenfinsternis

Wann wird nach dieser die nächste Sonnenfinsternis von Deutschland aus zu sehen sein?

Die nächste partielle Sonnenfinsternis in Deutschland ereignet sich am 12. August 2026. „Sie wird eine deutlich größere Verfinsterung haben als die bevorstehende“, sagt Liefke. An einigen Orten der Erde wird es dann sogar eine totale Sonnenfinsternis geben. Um die zu sehen, muss man etwa aufs spanische Festland, nach Mallorca oder das westliche Island reisen. „Bei der kompletten Abdeckung kann man die helle Atmosphärenschicht der Sonne sehen, die Korona. Das ist noch mal was vollkommen anderes“, so Liefke.

Die nächste totale Sonnenfinsternis, die man von Deutschland aus sehen kann, werden viele von uns nicht mehr erleben: Sie ereignet sich erst im Jahr 2081.

Der Mond zieht jeden Monat zwischen Erde und Sonne hindurch. Meist verdeckt er die Sonne dabei aber nicht. Das liegt daran, dass die Mondbahn zur Erdumlaufbahn um die Sonne um fünf Grad gekippt ist, wie Liefke erklärt. Der Mond befindet sich dann aus unserer Sicht meist unterhalb oder oberhalb der Sonne. Nur, wenn er die Erdbahn kreuzt, kommt es zu einer Sonnenfinsternis.

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