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Elon Musk widerspricht Gerüchten – kein Angebot für TikTok eingereicht

wochentlich.deBy wochentlich.de10 Februar 2025Keine Kommentare4 Mins Read
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Elon Musk widerspricht Gerüchten – kein Angebot für TikTok eingereicht
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Gerüchte um Übernahme

Elon Musk hat kein Angebot für TikTok eingereicht

Aktualisiert am 09.02.2025 – 10:11 UhrLesedauer: 3 Min.

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Elon Musk: Der Tech-Milliardär hat laut eigener Aussagen keine Pläne für TikTok. (Quelle: Marc Piasecki/getty-images-bilder)

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Elon Musk wurde als möglicher Käufer von TikTok ins Gespräch gebracht. Der Tech-Milliardär sagt, er habe kein Interesse – und spekuliert doch darüber, was er mit dem Algorithmus der App machen würde.

Tech-Milliardär Elon Musk widerspricht den Gerüchten, er könnte das US-Geschäft von TikTok kaufen. Er habe kein Angebot für TikTok eingereicht, sagte Musk in einer Fragerunde beim „Welt“-Wirtschaftsgipfel. Die Äußerungen fielen bereits am 28. Januar, wurden aber erst am Wochenende von der Tageszeitung veröffentlicht.

Eine Woche zuvor hatte US-Präsident Donald Trump als Antwort auf eine Journalistenfrage gesagt, er wäre offen dafür, dass Musk die Video-App kauft. Auslöser waren Medienberichte, wonach die chinesische Regierung einen Verkauf von TikTok an Musk als Option erwogen habe. Der von Musk geführte Elektroauto-Hersteller Tesla hat ein großes Werk in Shanghai und ist stark auf den chinesischen Markt angewiesen.

Für TikTok läuft in den USA die Zeit ab. Ein im vergangenen Jahr verabschiedetes Gesetz schrieb vor, dass der in China ansässige TikTok-Eigentümer Bytedance sich bis zum 19. Januar von TikTok trennen muss, damit die App weiter in den USA verfügbar bleibt. Trump schob die Frist nach seinem Amtseintritt um 75 Tage auf – beharrt aber darauf, dass der Dienst unter amerikanische Kontrolle kommen müsse. Zwischenzeitlich hatte er gesagt, „die USA“ sollten einen Anteil von 50 Prozent bekommen.

In den USA wird davor gewarnt, dass die chinesische Regierung über TikTok Informationen über amerikanische Nutzer sammeln und die öffentliche Meinung beeinflussen könnte. TikTok weist das zurück.

imago images 0795963665Vergrößern des Bildes
TikTok: Der Video-App droht in den USA ein Verbot. (Quelle: IMAGO/Adriana Adie/imago)

Musk sagte bei dem „Welt“-Wirtschaftsgipfel auch: „Ich habe keine Pläne dafür, was ich machen würde, wenn ich TikTok hätte.“ Vermutlich würde er sich den Algorithmus der App ansehen, um zu entscheiden, wie schädlich oder nützlich er sei und wie man ihn verändern könne, damit er „mehr zum Vorteil der Menschheit wäre“. Musk kaufte vor mehr als zwei Jahren den Kurznachrichtendienst Twitter und machte die Online-Plattform X daraus. Zu seinen Änderungen gehörte, die Regeln für erlaubte Inhalte aufzuweichen.

Er selbst nutze TikTok nicht, sagte Musk. Der TikTok-Algorithmus ist die Software, die darüber entscheidet, welche Videos die Nutzer als Nächstes angezeigt bekommen. Sie lernt unter anderem daraus, wie viel Zeit sie sich die Clips ansehen, um ähnliche Beiträge auszuwählen.

Unterdessen brachten sich dem „Wall Street Journal“ zufolge unter anderem Microsoft, Amazon und der Software-Konzern Oracle als Interessenten für TikTok oder das US-Geschäft der App in Position. TikTok versuche derweil, Washington statt eines Verkaufs für ein Gemeinschaftsunternehmen mit US-Investoren zu begeistern, hieß es unter Berufung auf informierte Personen.

Der Vorschlag drehe sich um „Project Texas“, einen bereits seit Jahren laufenden Plan, die Daten von US-Nutzern in den USA zu speichern und Schutzmaßnahmen gegen einen Missbrauch einzurichten. Der Regierung von Trumps Vorgänger Joe Biden reichten die Zusagen nicht.

Das von TikTok ins Auge gefasste Gemeinschaftsunternehmen solle seinen Sitz in den USA haben und die Mehrheit im Verwaltungsrat solle von der amerikanischen Seite kommen.

Bytedance verweist oft darauf, dass der Konzern zu 60 Prozent im Besitz internationaler Investoren sei. Dazu gehört auch die Finanzfirma Susquehanna des republikanischen Großspenders Jeff Yass. US-Kritiker kontern allerdings, dass Bytedance unabhängig davon wegen der Zentrale in Peking zur Kooperation mit chinesischen Behörden verpflichtet werden könne. Außerdem hält der chinesische Bytedance-Gründer Zhang Yiming laut Medienberichten Aktien mit mehr Stimmrechten, die ihm die Kontrolle über das Unternehmen sichern.

Die chinesische Regierung steht im Übrigen einem Verkauf von TikTok im Weg. In China basierte Algorithmen – wie der von TikTok – können nur mit ihrer Zustimmung verkauft werden. Eine Abspaltung des US-Geschäfts der Video-App lehnen Bytedance und TikTok kategorisch ab. Sie argumentieren, dass dies die Plattform spalten würde.

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