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Emojis: Verwechslungsgefahr bei diesen Bildern

wochentlich.deBy wochentlich.de5 Februar 2025Keine Kommentare4 Mins Read
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Emojis: Verwechslungsgefahr bei diesen Bildern
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Scham statt Staunen

Verwechslungsgefahr: Verwenden Sie diese Emojis richtig?

Aktualisiert am 05.02.2025 – 11:55 UhrLesedauer: 3 Min.

Vergrößern des Bildes

Die Auswahl an Emojis ist groß. (Quelle: Jörg Carstensen/dpa/dpa-tmn./dpa)

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Emojis gehören zur digitalen Kommunikation. Manchmal können die bunten Bilder aber zu Missverständnissen führen. Hier sind einige Beispiele dafür.

Kleine Gesichter, bunte Herzen, niedliche Tiere und Handzeichen: Emojis sind allgegenwärtig. Sie kommen überall dort vor, wo Menschen in Messengerdiensten wie WhatsApp, Telegram oder Signal miteinander schreiben, auf Instagram Urlaubsbilder posten oder sich auf Facebook und Twitter austauschen.

Über Messengerdienste wie Slack werden Emojis sogar im Job verwendet. Welche Symbole Sie dort besser nicht nutzen sollten, erfahren Sie hier.

Mit den kleinen Gesichtern drücken wir unsere Gefühle aus. Einer der größten Vorteile von Emojis: Jeder versteht sie, egal ob jung oder alt oder woher man kommt. So könnte man jedenfalls meinen. Doch ist das wirklich so?

Manche, wie das klassische fröhliche Emoji oder das sehr beliebte „Tränen lachende“ Gesicht, erkennt jeder. Bei einigen anderen ist die Bedeutung aber etwas missverständlich.

Einige Beispiele: Die Katze mit der weit aufgerissenen Schnauze erschrickt nicht vor einem Hund, sondern ist in Wahrheit einfach nur müde. Das Gesicht mit den großen Augen und roten Wangen soll kein Erstaunen, sondern Scham ausdrücken.

Der Mensch mit der abgeknickten Hand ist eigentlich eine Servicekraft, die gerne hilft. Stattdessen wird das Bildchen meist für den Ausdruck „Ist mir egal“ verwendet. Und das hochrote, böse guckende Gesicht sieht zwar wütend aus, soll jedoch Schmollen darstellen.

Doch wer legt die Bedeutung eigentlich fest? Das gemeinnützige Unicode-Konsortium, das für die Entwicklung und Standardisierung der Emojis zuständig ist, gibt auch Hinweise darauf, wie die Bildchen korrekt eingesetzt werden sollten.

Und dennoch: „Es gibt eine Reihe von Emojis, bei denen es durchaus zu Konflikten kommen kann. Da kann man ganz schnell ins Fettnäpfchen treten“, sagt Sprachwissenschaftler Steffen Pappert von der Universität Duisburg-Essen. Beispielsweise das Emoji, bei dem Zeigefinger und Daumen einen Kreis bilden. „Das gilt für uns als „Okay-Zeichen“, in anderen Ländern hat das allerdings dieselbe Bedeutung wie der Stinkefinger“, erklärt der Experte.

Praktisch: Wer sich bei der Verwendung einiger Emojis unsicher ist, kann ihre Bedeutung auf emojipedia.org (in englischer Sprache) nachlesen.

Auch wenn „Emoji“ wie auch „Emoticon“ (Bezeichnung für die Kombinationen von Buchstaben, Satz- und Sonderzeichen, die Gesichter ergeben) die Vorsilbe „Emo“ enthält, hat das aus dem Japanischen stammende Wort mit „Emotion“ und Gefühl erst mal nichts zu tun. Es heißt übersetzt einfach „Bildschriftzeichen“. Da die kleinen Piktogramme ursprünglich aus Japan stammen, kann es vor allem aufgrund der kulturellen Unterschiede zu Missverständnissen kommen.

Bei uns Trotz, in anderen Kulturen Triumph

Das schnaufende Gesicht, bei dem aus der Nase kleine Dampfwolken kommen, sieht trotzig aus. „Es wird im Japanischen aber ganz anders verstanden, nämlich als Triumph oder Sieg, bei uns jedoch eher als Wut oder schlechte Laune“, sagt Pappert. Selbst der kleine Hundehaufen mit dem lachenden Gesicht wird nicht überall gleich interpretiert. „In Japan verschickt man dieses Emoji, wenn man jemandem Glück wünscht, so wie bei uns das Kleeblatt“, sagt Linguistin Christa Dürscheid von der Universität Zürich.

Aber nicht nur der kulturelle, sondern auch der individuelle Gebrauch einiger Emojis unterscheidet sich teilweise stark. Zu allem Überfluss sehen die Bildchen bei Google, WhatsApp, Facebook, Twitter und je nach Betriebssystem des verwendeten Smartphones auch noch anders aus. Wenn also jemand mit einem iPhone ein Emoji versendet, kann es sein, dass bei einem Empfänger mit einem Samsung-Smartphone ein etwas anderer Eindruck entsteht, als der Sender beabsichtigt hat.

In einer Studie haben Wissenschaftler kürzlich herausgefunden, dass Menschen mit hoher emotionaler Intelligenz häufiger Emojis verwenden als Personen mit niedriger emotionaler Intelligenz, vor allem in Gesprächen mit Freunden.

Wer dagegen Nähe zu anderen Menschen eher meidet, nutzt Emojis seltener in Chats. Außerdem ist besonders auffällig, dass Frauen Emojis häufiger einsetzen als Männer, insbesondere in der Kommunikation mit Freunden und Familie. Weitere Erkenntnisse der Forscher können Sie hier nachlesen.

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