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Stürme richten massiven Schaden an sämtlichen Stränden an

wochentlich.deBy wochentlich.de12 Januar 2024Keine Kommentare3 Mins Read
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Stürme richten massiven Schaden an sämtlichen Stränden an
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Zwei Stürme in kurzer Zeit – das war zu viel für die Strände der Ostfriesischen Inseln. Eine Bestandsaufnahme zeigt nun „erhebliche Verluste“ an der Küste.

Die Menschen an der Nordsee sind Stürme und die damit verbundenen Folgen gewöhnt. Doch was Ende 2023 im Zusammenhang mit den kurz hintereinander auftretenden Tiefdruckausläufern „Niklas“ und „Zoltan“ an den Küstenstreifen der Ostfriesischen Inseln passiert ist, war dann doch ungewöhnlich: Auf allen Inseln konnten zum Teil massive Verluste der Strände festgestellt werden, erklärte der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Bei einer Bestandsaufnahme wurden zudem Rekordmengen angespülten Treibguts festgestellt.

Ein ähnliches Bild zeichne sich den Experten zufolge auch an der Harlehörndüne im Südwesten der Insel ab. Dort ist ebenfalls auf rund 500 Metern der gesamte Strand weggespült worden, auch hier betrage die Abbruchkante rund fünf Meter.

Inseln verlieren zunehmend ihre Strände

Ebenfalls sichtbare Zerstörungen haben die Stürme auf Juist angerichtet – dort betrage die Abbruchkante sogar elf Meter. Wesentlich glimpflicher seien demnach Baltrum und Spiekeroog davon gekommen. Auf beiden Inseln habe man zwar Schäden festgestellt, jedoch seien diese nur gering.

Auch Borkum haben Sturm und Wellen zugesetzt, teilte der NLWKN mit. Im östlichen Abschnitt des Eilands seien Schutzdünen zerstört worden, die Abbruchkante messe hier etwa fünf Meter. Wie stark der Verlust des Strandes auf Borkum in den vergangenen Jahrzehnten ist, zeigen nicht zuletzt Satellitenaufnahmen. Insbesondere die Westseite ist enorm betroffen und hat sich mittlerweile rasant verändert – der Insel droht der Verlust eines riesigen Areals. Mehr dazu lesen Sie hier:

Erst im Jahr 2022 hatte der NLWKN auf der Insel Norderney im Bereich Kugelbake die Schutzdünen verstärkt – doch die Wassermassen rissen auch hier große Abschnitte ins Meer. Die Dünen seien dort auf etwa sechs Metern Höhe abgebrochen. Dort habe sich bewährt, dass durch die Verstärkung der zweite Riegel der Schutzdüne geschlossen wurde, sagte Prof. Frank Thorenz, Leiter der NLWKN-Betriebsstelle Norden, die für den Schutz der Inseln zuständig ist.

Halten die Deiche noch?

Ebenfalls große Zerstörungen verzeichnete die Behörde auf Langeoog. Dort sei es zu „deutlichen Verlusten an dem 2022 aufgespülten Verschleißkörper vor der Schutzdüne am Pirolatal“ gekommen. Die eigentliche Düne sei jedoch weitestgehend unbeschädigt geblieben.

Zusammenfassend könne man festhalten, dass Sturmtief „Zoltan“ wesentlich schwerere Schäden verursacht habe als „Niklas“. Vor allem lasse sich das an den Sandfangzäunen feststellen. Diese kommen zum Einsatz, um aus dem Sandflug Sandkörper zum Schutz der Dünen aufzubauen. In der Konsequenz müssten vorrangig die auf Wangerooge und Langeoog die Dünen schnellstmöglich verstärkt werden.

Eine akute Gefahr für die Bewohner bestehe aber auf keiner der sieben Inseln – und das trotz einer Rekordmenge an Treibgut, die die Stürme an Land spülten. In der bisherigen Sturmflutsaison seien etwa 45.000 Kubikmeter Treibgut an die Strände gespült worden. Das übersteige schon jetzt die Menge an sogenanntem Teekaufkommen des gesamten Winterhalbjahres 2021/22.

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