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Politik

Keine Landwirte bedeuten keine Versorgung

wochentlich.deBy wochentlich.de23 Dezember 2023Keine Kommentare2 Mins Read
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Keine Landwirte bedeuten keine Versorgung
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Die geplante Streichung von Subventionen für die Landwirtschaft stößt bei Landwirten auf heftige Kritik. Die Speditionswoche warnt vor Lieferengpässen.

Die geplante Streichung von Subventionen für die Landwirtschaft erregt weiter die Gemüter: Die Speditionsbranche, die sich an einer vom Bauernverband ausgerufenen Protestwoche gegen die Agrarpolitik im Januar beteiligen will, verwies auf mögliche Versorgungsengpässe. Das Umweltbundesamt äußerte hingegen Zuspruch für das geplante Ende der Subvention von Agrardiesel. Auch am Samstag waren in mehreren Städten wieder Protestaktionen von Landwirtinnen und Landwirten gegen die Sparpolitik geplant.

Der Präsident des Bundesverbands Güterverkehr und Logistik (BGL), Dirk Engelhardt, sagte der „Bild“-Zeitung, die Bauern und die Transportbranche hielten das Land am Laufen. „Keine Landwirte und keine Lkw bedeuten keine Versorgung.“ Die Landwirte sowie das Transportgewerbe würden mit ihren Protesten im Januar „der Ampel-Regierung zeigen, was sie von ihrer wirtschaftsfeindlichen Politik halten“, sagte Engelhardt. „Es ist jetzt fünf nach zwölf.“

Bauernverband plant Protestwoche

„Wir werden in ganz Deutschland friedlich, aber deutlich demonstrieren“, sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied am Freitag zu der Aktionswoche. „Die Steuererhöhungspläne müssen zurückgenommen werden“, forderte er. Am 15. Januar ist demnach eine Großdemonstration in Berlin geplant.

Unterstützung für die Landwirtinnen und Landwirte kommt aus den Ländern. Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) äußerte sich am Freitag zu einer Videokonferenz seiner Landeskollegen mit Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne). Er teile deren Meinung: Die von der Bundesregierung vorgeschlagenen Maßnahmen für den Agrarsektor „müssen vom Tisch“. Landwirtschaft und Ernährungsbranche seien „systemrelevant“. Laut Backhaus soll es noch vor Beginn der Protestwoche eine weitere Zusammenkunft geben.

Landwirte protestieren in Städten

Widerspruch kommt vom Umweltbundesamt: „Wir dürfen nicht länger in eine falsche Richtung anreizen“, sagte der Chef der Behörde, Dirk Messner, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Es sei daher richtig, die Agrardiesel-Subvention zu streichen. Fossile Energienutzung solle nicht begünstigt werden. Stattdessen schlug Messner vor, Landwirtinnen und Landwirte bei der Klimatransformation stärker zu unterstützen.

Am Samstag kamen nach Polizei-Angaben rund 350 Traktoren und Lkw zu einer Kundgebung im niedersächsischen Holzminden zusammen, eine weitere Demonstration war in Hermeskeil in Rheinland-Pfalz geplant. Schon am Montag fuhren tausende Landwirte mit ihren Traktoren nach Berlin, um an einer großen Kundgebung teilzunehmen. Dabei wurde Landwirtschaftsminister Cem Özdemir ausgebuht. Mehr dazu lesen Sie hier.

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