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Panorama

Angreifer schießt auf Menschen in Prag – mindestens 15 Tote

wochentlich.deBy wochentlich.de21 Dezember 2023Keine Kommentare3 Mins Read
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Angreifer schießt auf Menschen in Prag – mindestens 15 Tote
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Angreifer schießt auf Menschen in Prag – mindestens 15 Tote


Aktualisiert am 21.12.2023 – 18:42 UhrLesedauer: 3 Min.

Prag: Aufnahmen sollen den Täter zeigen, in einem Video ist auch ein Schuss zu hören. (Quelle: t-online)

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An der Universität in Prag hat ein Angreifer mehrere Menschen erschossen und Dutzende verletzt. Der Schütze ist ebenfalls tot. Er steht offenbar mit einer weiteren Tat in Verbindung.

An einer Hochschule in der Prager Innenstadt hat ein Angreifer mehrere Menschen getötet und zahlreich Menschen schwer verletzt. Insgesamt gebe es fünfzehn Todesopfer, darunter der Schütze selbst, wie die Polizei am Donnerstagabend in einer Pressekonferenz mitteilte. Zuvor hatte der Rettungsdienst der Stadt auf dem Kurznachrichtendienst X (ehemals Twitter) von elf Menschen gesprochen, die bei dem Angriff getötet worden seien. Demnach waren unter den Verletzten neun Schwerverletzte und fünf bis sechs Personen mit mittelschweren Verletzungen sowie zehn Leichtverletzte.

Der Vorfall hatte sich an der Philosophischen Fakultät der Karls-Universität am Jan-Palach-Platz ereignet. Dort werden Geisteswissenschaften unterrichtet. Wie viele Menschen der Schütze tatsächlich durch seine Schüsse tötete, ist unklar. Tschechischen Medienberichten zufolge sollen einige Menschen gestorben sein, weil sie versucht hatten, sich aus dem Fenster hinaus vor dem Angreifer zu retten. Es dürfte der schlimmste Schusswaffenangriff in der Geschichte der seit 1993 unabhängigen Tschechischen Republik sein.

Angreifer wurde offenbar wegen weiterer Tat gesucht

Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Sie rief die Menschen auf, die Gegend weiträumig zu meiden. Anwohner sollten nicht aus dem Haus gehen. Kurz darauf teilte die Polizei auf X mit, dass der Schütze „eliminiert“ sei. Wie die Beamten später bekannt gab, habe er Suizid begangen. Nach einem Bericht des Fernsehsenders Nova soll er sich zuvor auf dem Dach des Fakultätsgebäudes aufgehalten haben. Auch eine Explosion sei demnach zu hören gewesen.

Wie tschechische Medien unter Berufung auf die Polizei berichten, könne die Leiche des Angreifers aufgrund deren Verletzungen noch nicht zweifelsfrei identifiziert werden. Sie vermuten jedoch, dass es sich bei dem Angreifer um einen 24-jährigen Geschichtsstudenten handelte. Die Polizei hatte ihn am Donnerstag zur Fahndung ausgeschrieben, nachdem er im nahegelegenen Dorf Kladensko seinen Vater getötet und eine selbstgebaute Bombe platziert haben soll, die jedoch fehlschlug. Er soll sich bei seinem Angriff auf die Studierenden an einer Tat aus dem Ausland orientiert haben.

Der tschechische Innenminister Vit Rakusan sagte im öffentlich-rechtlichen Fernsehen CT, es gebe keine Hinweise auf einen zweiten Schützen. Rakusan rief die Bevölkerung dennoch auf, den Anweisungen der Polizei zu folgen. Der Minister war nach der Tat zum Einsatzort geeilt.

Studierende und Mitarbeiter sollen aus Gebäude evakuiert werden

Studenten und Mitarbeiter der Universität hatten während des Angriffs in den sozialen Medien mitgeteilt, dass sie sich in Hörsälen und Büros verbarrikadiert hätten. Auf X teilte ein Nutzer ein Bild von einer verrammelten Tür eines Klassenzimmers im Gebäude. Er habe sich dorthin retten können, bevor der Schütze versuchte, die Tür zu öffnen.

Die Menschen wurden nach Angaben der Polizei bis zum Abend nach und nach aus dem Gebäude gebracht. Videos zeigen, wie sie mit erhobenen Händen aus der Fakultät treten.

„Der Anschlag mitten in Prag trifft Europa im Herzen“

Der Bürgermeister von Prag, Bohuslav Svoboda, äußerte sich kurz nach dem Vorfall auf X: „Ich bin völlig schockiert über das, was an der Philosophischen Fakultät in Prag passiert ist.“ Ähnlich äußerte sich auch Petr Fiala, Tschechiens Premierminister. „Aufgrund der tragischen Ereignisse an der Prager Philosophischen Fakultät habe ich mein Arbeitsprogramm in Olomouc abgesagt und werde nach Prag zurückkehren“, so Fiala. Er stehe in Kontakt mit dem Innenminister und der tschechischen Polizei und bitte alle Bürgerinnen und Bürger, die Empfehlungen der Rettungsdienste zu beachten.

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