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Politik

80 Maßnahmen für einen moderneren Staat

wochentlich.deBy wochentlich.de1 Oktober 2025Keine Kommentare3 Mins Read
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80 Maßnahmen für einen moderneren Staat
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Bundeskabinett

Kabinettsklausur: 80 Maßnahmen für einen moderneren Staat

Aktualisiert am 01.10.2025 – 04:30 UhrLesedauer: 3 Min.

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Kabinettsklausuren sind auch Gelegenheit zum ungezwungenen Austausch, der im engen Regierungskalender sonst nicht so möglich ist. (Quelle: Kay Nietfeld/dpa/dpa-bilder)

Einfache Autozulassung, Firmengründung an einem Tag, ein Bürokratiemeldeportal – die Regierung verspricht mehr Effizienz. Bei ihrer Klausur soll ein entsprechender Beschluss gefasst werden.

Ein Staat, der digital, effizient und bürgernah arbeitet – diesem Ziel will die Bundesregierung mit einem Modernisierungsplan für Verwaltung und Gesetzgebung näherkommen. Am zweiten Tag der Kabinettsklausur in Berlin soll heute eine sogenannte Modernisierungsagenda beschlossen werden. Darin sind rund 80 Maßnahmen zur Entbürokratisierung und Digitalisierung in der Bundesverwaltung vorgesehen.

Fünf Monate am Amtsantritt der Regierung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und der Schaffung eines eigenen Ministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung geht es darum, den Modernisierungsanspruch von Schwarz-Rot mit konkreten Vorhaben zu untermauern.

„Diese Modernisierungsagenda zielt darauf ab, einen schnellen, digitalen und handlungsfähigen Staat zu schaffen, der zügiger entscheidet, verlässlicher liefert und Vertrauen stärkt“, heißt es in dem 40-seitigen Papier, das der Deutschen Presse-Agentur vorab vorliegt.

Die Regierung plant demnach eine Senkung der Bürokratiekosten um 25 Prozent, in Höhe von rund 16 Milliarden Euro. Der Personalbestand des Bundes soll um acht Prozent gesenkt werden. Weitere Vorhaben sind unter anderem:

Am ersten Tag der Kabinettsklausur hatten Merz und seine Ministerinnen und Minister über Wirtschaft und Wettbewerbsfähigkeit des Landes diskutiert und sich dafür Input von Markus Brunnermeier geholt, einem Volkswirtschafts-Professor von der renommierten US-Universität Princeton. „Wir setzen alles daran, dass die deutsche Wirtschaft wieder Tritt fasst“, sagte Merz zum Auftakt der Tagung in der Villa Borsig am Tegeler See im Berliner Nordwesten.

Es ging dabei auch um die Stimmung im Land und die Frage, wie diese trotz aller Herausforderungen und Veränderungen wieder mehr ins Positive gewendet werden könnte.

Für einen Schreckmoment sorgte nach Beginn des Treffens der Kreislaufzusammenbruch von Verkehrsminister Patrick Schnieder. Der CDU-Politiker war nach Angaben eines Regierungssprechers am Tisch zusammengesackt und kam ins Bundeswehrkrankenhaus in Berlin-Mitte. Ein Sprecher seines Ministeriums teilte später mit, Schnieder sei vorsorglich zu weiteren Untersuchungen dorthin gebracht worden. „Der Minister befindet sich derzeit in ärztlicher Behandlung und es geht ihm wieder besser“, sagte er.

Am frühen Abend hieß es aus Regierungskreisen, Schnieder sei weiterhin im Krankenhaus. Es sei unklar, wann er es verlasse. Dass er am zweiten Tag der Kabinettsklausur teilnimmt, galt den Angaben zufolge als sehr unwahrscheinlich. Weitere Auskünfte wurden später auf Anfrage nicht mehr erteilt. Merz ließ sich nach dem Vorfall regelmäßig über den Gesundheitszustand seines Parteikollegen informieren.

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